Zwischenstand August 2026

Bauträger:
EGW
Architektur:
bevk perović arhitekti
Landschaftsplanung:
studio boden
Soziale Nachhaltigkeit:
realitylab
derzeit geplantes Wohnungsangebot:
135 geförderte Mietwohnungen
Lokale:
22 Geschäftslokale
Schwerpunktthemen:
Baubeginn:
vorauss. Q2/2028
Das Projekt verbindet urbane Dichte mit Wohnlichkeit und entwickelt aus den Vorgaben des Masterplans einen eigenständigen, identitätsstiftenden Stadtbaustein. Ein klar strukturiertes, homogenes Gebäude vereint unterschiedliche Typologien – vom Turm über die städtische Scheibe bis zum Wohnriegel – und schafft so eine urbane Insel mit vielfältigen Wohn- und Nutzungsangeboten.
Die Entwurfsidee basiert auf der Verbindung von Einfachheit und Vielfalt: Eine gemeinsame städtebauliche und konstruktive Struktur ermöglicht unterschiedliche Wohnformen sowie eine ausgewogene Mischung aus öffentlichen, gewerblichen und privaten Bereichen. Die Nutzungsschichtung vom belebten Erdgeschoss über Dienstleistungs- und Gesundheitsangebote bis zu den Wohnungen schafft einen fließenden Übergang zwischen Stadt und Wohnen.
Durch robuste, langlebige und einfache architektonische Lösungen entsteht ein nachhaltiges Gebäude mit langfristiger Qualität und Beständigkeit für kommende Generationen.

Durch die Öffnung des Stadtblocks nach Osten und Westen entsteht ein halböffentlicher Innenhof, der als verbindender „Mini-Hof“ zwischen Nachbarschaft, Büro- und Wohnnutzung fungiert. Der begrünte Innenhof bildet das soziale Zentrum des Projekts und schafft als gemeinschaftlicher Freiraum einen ruhigen Rückzugsort im urbanen Umfeld.
Das Erdgeschoss bildet mit Handel und Gewerbe einen belebten städtischen Sockel. Eine klar organisierte Mall-Zone entlang der Erzherzog-Karl-Straße sowie getrennte öffentliche und private Zugänge ermöglichen ein harmonisches Zusammenspiel unterschiedlicher Nutzungen. Großzügige Eingangsbereiche und gut belichtete Erschließungen stärken die urbane Qualität des Wohnens.
Die Fassadengestaltung verbindet Einheitlichkeit und Vielfalt. Ein durchgängiges Material- und Farbkonzept schafft ein homogenes Erscheinungsbild, während unterschiedliche Gebäudevolumen und eine prägnante Skyline die Eigenständigkeit der einzelnen Bereiche betonen. Die Architektur verbindet urbane Dichte mit den Qualitäten klassischer Wiener Hofstrukturen – langlebig, robust und zukunftsfähig.
Das Konzept verbindet die klare Trennung von Gewerbe und Wohnen mit gezielter sozialer Vernetzung. Im Mittelpunkt stehen eine aktive Gewerbeentwicklung im Bereich Sport und Gesundheit, die qualitätsvolle Nutzung der Gemeinschaftsflächen sowie der Aufbau nachbarschaftlicher Unterstützungsstrukturen – insbesondere für Alleinerziehende.
Gemeinsam mit Vergabe und Hausverwaltung werden ein Mitgestaltungsstatut, ein abgestimmtes Gewerbekonzept, die Qualitätssicherung der Gemeinschaftsräume sowie ein Hausbetreuungskonzept mit Vor-Ort-Präsenz entwickelt. Bereits vor dem Einzug werden Bewohner durch Befragungen, Informationsveranstaltungen und Workshops eingebunden. Nach Bezug fördern Haus- und Gewerbetreffs den Austausch, vermitteln Wissen zum Wohnen und stärken die Gemeinschaft.
Die soziale Begleitung unterstützt die Entwicklung der Hausgemeinschaft rund zwei Jahre nach Bezug und wird anschließend in die Eigenverantwortung der Nachbarschaft überführt. Für Alleinerziehende werden zehn Wohnungen reserviert und gemeinschaftliche Angebote gezielt so gestaltet, dass sie deren Bedürfnisse berücksichtigen und soziale Unterstützung ermöglichen.
Das Projekt verfolgt das Ziel eines robusten, langlebigen und ressourcenschonenden Wohngebäudes mit vielseitig nutzbarem Sockel. Begrünte Fassaden, Dachbegrünungen, PV-Anlagen sowie der Einsatz nachhaltiger Materialien wie Holz, Keramik und natürliche Dämmstoffe stärken die ökologische Qualität. Durch die Reduktion eines Untergeschoßes konnte der ökologische Fußabdruck bereits wesentlich verringert werden.
Der intensiv begrünte Innenhof bildet das grüne Zentrum des Projekts und verbessert Aufenthaltsqualität, Biodiversität und sommerlichen Hitzeschutz. Ergänzend sorgen Fassadenbegrünungen, begrünte Dächer und gemeinschaftlich nutzbare Terrassen für ein klimaangepasstes Freiraumkonzept.
Das Regenwassermanagement kombiniert Retentions- und Gründächer mit unterirdischer Versickerung, um Niederschlagswasser möglichst vollständig am Grundstück zurückzuhalten.
Das Energiekonzept setzt auf effiziente Wärme- und Kälteversorgung mittels Bauteilaktivierung, Grundwasser-Wärmepumpe und Nutzung von Abwärme aus dem Verbrauchermarkt. PV-Anlagen werden entsprechend den Vorgaben der Wiener Bauordnung umgesetzt und nach Möglichkeit erweitert. Ziel ist ein energieeffizienter Betrieb mit optimierten laufenden Kosten.
Das Projekt setzt auf eine hochverdichtete, robuste und wartungsarme Bauweise, die durch Vorfertigung, standardisierte Detaillösungen und langlebige Materialien langfristig wirtschaftlich bleibt. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Effizienz, Qualität und dauerhaft leistbaren Betriebskosten.
Die Wohnanlage bietet hochwertige, leistbare Wohnungen in einer anpassbaren Struktur mit langlebiger Gebäudehülle. Ein ausgewogener Wohnungsmix mit 50 % SMART-Wohnungen sowie unterschiedlichen Wohnungsgrößen sorgt für soziale Durchmischung und langfristige Leistbarkeit. Hochwertige Ausstattungen, flexible Gemeinschaftsräume und ein Küchenblock-Angebot für Erstbezieher ergänzen das Wohnangebot und erhöhen die Wohnqualität.
Das Projekt verbindet unterschiedliche Gebäudetypologien und Wohnformen zu einer vielfältigen, aber klar strukturierten Gesamtanlage. Sieben unterschiedliche Baukörper werden über vier zentrale Erschließungskerne organisiert und ermöglichen eine ressourcenschonende, urbane Struktur. Die Wohnungen – bestehend aus SMART- und Normwohnungen – nutzen unterschiedliche Orientierungen, Gebäudetiefen und Typologien wie durchgesteckte Wohnungen, Laubengangwohnungen, Maisonetten oder kompakte Einheiten. Jede Wohnung verfügt über einen nutzbaren privaten Freiraum in Form von Balkon oder Loggia.
Der begrünte Innenhof bildet das soziale und ökologische Zentrum des Projekts. Er verbindet Garten, Spielbereiche, Gemeinschaftsflächen und halböffentliche Aufenthaltsbereiche für Bewohner, Gewerbe und Büro. Die Öffnung des Hofes nach Osten und Westen verbessert Durchlüftung, Klimaresilienz und die Verbindung zum Quartier. Ergänzende Dachterrassen und Gemeinschaftsräume erweitern den individuellen Wohnraum und schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Begegnung, Arbeiten und gemeinschaftliche Aktivitäten.
Für Alleinerziehende werden zehn Wohnungen vorreserviert, die gezielt in Nähe zum geschützten Innenhof und zu Gemeinschaftsbereichen angeordnet werden. Dadurch werden Alltagserleichterung, soziale Unterstützung und gute Sichtbeziehungen zu den Spielbereichen ermöglicht.
Das Sicherheitskonzept basiert auf einer klaren Zonierung der unterschiedlichen Nutzungen, gut einsehbaren Erschließungsbereichen und einer eindeutigen Orientierung. Wohn-, Gewerbe- und Gemeinschaftsbereiche verfügen über getrennte Zugänge, wodurch Konflikte reduziert und die Sicherheit erhöht werden.
Helle, übersichtliche Allgemeinbereiche wie Fahrradabstellräume, Müllräume und Stiegenhäuser fördern eine sichere Nutzung und vermeiden Angsträume. Der halböffentliche Innenhof verbindet Offenheit und Privatheit durch zeitlich gesteuerte Zugänglichkeit und unterstützt als sozial kontrollierter Freiraum die Nachbarschaft. Ein Hausbetreuungsstützpunkt stärkt zusätzlich die Präsenz vor Ort.
Private Freiräume wie Balkone und Loggien erweitern den Wohnbereich und ermöglichen gleichzeitig soziale Kontrolle durch Sichtbeziehungen. Ergänzende Maßnahmen wie Nachbarschaftsveranstaltungen, Sensibilisierung für Sicherheitsthemen und der Austausch mit der Grätzlpolizei unterstützen eine sichere Hausgemeinschaft.
Das Projekt setzt auf eine langlebige, wartungsarme und anpassungsfähige Bauweise, die auf die langfristige Nutzung durch einen gemeinnützigen Wohnbauträger ausgerichtet ist. Vorfertigung, standardisierte Details und robuste Materialien sichern Wirtschaftlichkeit und Dauerhaftigkeit. Durch die klare Trennung von Tragstruktur und Ausbau bleiben Grundrisse flexibel, Gewerbeflächen umnutzbar und Wohn- sowie Gemeinschaftsbereiche langfristig anpassbar.
Das robuste Primärtragwerk basiert auf einer klaren, kompakten Massivbauweise mit hoher Lebensdauer und reduziertem konstruktivem Aufwand. Der Einsatz von Recyclingbeton, CO₂-reduzierten Betonen und sortenreiner Dokumentation unterstützt eine ressourcenschonende Bauweise. Ausreichende Raumhöhen und Installationsreserven schaffen zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten für zukünftige Nutzungen.
Die größten Potenziale für Kreislauffähigkeit liegen in den anpassbaren Sekundär- und Tertiärstrukturen wie Fassaden, Innenwänden, Ausbauten und Haustechnik. Reversible Verbindungen und austauschbare Systeme ermöglichen spätere Erneuerungen und Umnutzungen ohne Eingriffe in die Tragstruktur.
Der Aushub wird durch eine optimierte Tiefgarage und den Verzicht auf ein zusätzliches Untergeschoß reduziert. Wertvolle Bodenschichten werden möglichst erhalten, zwischengelagert und standortübergreifend wiederverwendet, um Ressourcen zu schonen und Materialkreisläufe im Quartier zu unterstützen.