Zwischenstand August 2026

Bauträger:
Heimat Österreich
Architektur:
ARGE studio urbanek & BELT Architektur
Landschaftsplanung:
SILA
derzeit geplantes Wohnungsangebot:
52 geförderte Mietwohnungen
Heim:
2 Heimeinheiten
Schwerpunktthemen:
Baubeginn:
vorauss. Q4/2028
Dem Thema des Eingangs ins grüne Stadtquartier verschreibt sich das Projekt konsequent: neben Baumpflanzungen, Grünflächen und versickerungsfähigen Belägen
unterstreicht die Fassadenbegrünung als vorgesetztes Grünes Kleid den Gesamtcharakter
des Quartiers. Durch die strategische Anordnung der Fensterflächen – wie
zusammengefasste Zimmerfenster und die Belichtung von Wohnräumen und Küchen
über großzügige Loggienverglasungen – stehen großflächige Bereiche für die bodengebundene
Fassadenbegrünung zur Verfügung. Die Fassade wird dabei anhand
wiederkehrender Elemente gegliedert: Beton-Gesimse, vertikale Stahlstäbe, dazwischengespannte
Begrünungsgitter und schlanke Balkone mit zarten Balkongeländern
vermitteln ein detailliertes Erscheinungsbild des Grünen Kleides.

Das Baufeld P bildet gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Baufeld Q einen markanten nördlichen Eingang in das neue Stadtquartier Eibengasse. Das freistehende Gebäude reagiert auf seine Lage zwischen der Erzherzog-Karl-Straße und den angrenzenden Gärtnereien und schafft einen Übergang vom urbanen Straßenraum zur grünen Quartiersmitte.
Architektonisch prägen zwei 7- bzw. 8-geschossige Gebäudeteile mit einem viergeschossigen Mittelbau das Erscheinungsbild. Eine aktive Sockelzone mit gewerblichen und gemeinschaftlichen Nutzungen belebt den öffentlichen Raum, während auf der Gartenseite gemeinschaftliche und private Grünflächen hohe Aufenthaltsqualität bieten.
Ein wesentliches Gestaltungselement ist die umfassende Fassadenbegrünung. Großzügige Loggien, Balkone und vertikale Begrünung verleihen dem Gebäude ein „grünes Kleid“ und stärken den Charakter des klimafitten Stadtquartiers. Unterschiedliche Fassadengestaltungen reagieren auf die jeweiligen Anforderungen: Zur Erzherzog-Karl-Straße sorgen kleinere Fenster für Lärmschutz, während sich die Wohnungen zur Gärtnerei und ins Quartier mit großzügigen Balkonen öffnen.
Das Gebäude verfügt über ein klar strukturiertes Erschließungskonzept mit einem zentralen Entrée, zwei natürlich belichteten Stiegenhäusern sowie gemeinschaftlichen Einrichtungen wie Gemeinschaftsraum, Fahrrad- und Kinderwagenabstellräumen. Ein intensiv begrünter Dachgarten mit Sommerküche, Waschküche und Aufenthaltsbereichen ergänzt das gemeinschaftliche Angebot.
Das statische System basiert auf einem einfachen Regelgeschossprinzip und ermöglicht durch Leichtbau-Trennwände eine hohe Flexibilität für zukünftige Grundrissanpassungen.
Die Wohnungen bieten einen vielfältigen Wohnungsmix mit überwiegend zweiseitiger Belichtung und Querlüftung. Offene Wohnbereiche mit nach außen orientierten Küchen, großzügigen Loggien und Balkonen schaffen hohe Wohnqualität. Ergänzt wird das Angebot durch Gartenmaisonetten sowie Wohngruppen im Mittelteil des Gebäudes.
Das Projekt schafft die Grundlage für eine lebendige, solidarische und resiliente Hausgemeinschaft. Ziel ist ein sozial nachhaltiges Wohnumfeld, das Begegnung, gegenseitige Unterstützung und ein gutes Miteinander fördert – insbesondere auch für Alleinerziehende und ältere Menschen.
Zentrale Treffpunkte wie Gemeinschaftsraum, Waschküche, Sommerküche, Dachterrasse, Gemeinschaftsgarten mit Hochbeeten sowie Spiel- und Freiflächen schaffen niederschwellige Begegnungsmöglichkeiten im Alltag. Ergänzend fördern gemeinschaftliche Aktivitäten, Workshops und Feste – auch bauplatzübergreifend – den Austausch innerhalb des Quartiers.
Bereits vor dem Einzug werden die zukünftigen Bewohner:innen in den Entwicklungsprozess eingebunden. Fragebögen, mehrsprachige Informationsangebote und digitale Kommunikationsplattformen erleichtern den Start und unterstützen die Selbstorganisation der Hausgemeinschaft. In den ersten eineinhalb Jahren begleitet eine professionelle Hausgemeinschaftsbetreuung den Aufbau tragfähiger sozialer Strukturen.
Besonderes Augenmerk liegt zudem auf der gemeinsamen Gestaltung der Grün- und Freiräume. Fachliche Beratung bei Gartenprojekten sowie Kooperationen mit lokalen Einrichtungen stärken das Gemeinschaftsleben und fördern nachhaltiges Handeln im Alltag. Informationen zu Mobilität und energieeffizientem Wohnen unterstützen zusätzlich eine ökologische und wirtschaftliche Lebensweise.
Die Wohnanlage bietet einen vielfältigen Wohnungsmix, darunter auch zwei Kinder- und Jugendwohngemeinschaften. Klar strukturierte Allgemeinbereiche, überschaubare Nachbarschaftseinheiten sowie eine eindeutige Trennung von öffentlichen und privaten Bereichen schaffen Orientierung, Sicherheit und hohe Wohnqualität.
Das ökologische Konzept verbindet klimafitte Freiräume, nachhaltige Energieversorgung und ressourcenschonendes Bauen. Ziel ist ein zukunftsfähiges Wohnumfeld mit hoher Aufenthaltsqualität und geringem Ressourcenverbrauch.
Die Freiraumgestaltung schafft eine klare Gliederung zwischen urbanen, gemeinschaftlichen und privaten Bereichen. Begrünte Aufenthaltszonen, klimaresiliente Bäume, Fassadenbegrünung, wasserdurchlässige Beläge sowie vielfältige Spiel-, Garten- und Erholungsflächen fördern Biodiversität, verbessern das Mikroklima und unterstützen die Klimaanpassung. Intensiv begrünte Dachgärten mit Aufenthaltsbereichen ergänzen das Freiraumangebot und leisten durch Verschattung, Verdunstungskühlung und Regenwasserrückhalt einen wichtigen ökologischen Beitrag.
Das Energiekonzept setzt auf eine Kombination aus passiven und aktiven Klimaschutzmaßnahmen. Eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle, natürliche Belichtung und Querlüftung sowie außenliegender Sonnenschutz reduzieren den Energiebedarf. Für die Wärme- und Kälteversorgung kommen eine Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Grundwassernutzung, Bauteilaktivierung sowie Wärmerückgewinnung aus der Abluft zum Einsatz. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt die Allgemeinbereiche mit erneuerbarer Energie und unterstützt die Warmwasserbereitung.
Insgesamt folgt das Projekt den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. Nachhaltige Materialien, langlebige Konstruktionen, klimaresiliente Bepflanzung sowie ein ressourcenschonendes Pflegekonzept sichern langfristig die ökologische Qualität und Klimawirksamkeit des Quartiers.
Das Projekt umfasst 52 geförderte Wohnungen, davon 26 SMART-Wohnungen, 17 NORM-Wohnungen und 9 NORM-Wohnungen mit reduziertem Finanzierungsbeitrag. Der ausgewogene Wohnungsmix bietet sowohl kompakte als auch großzügige Grundrisse und ermöglicht leistbares Wohnen für unterschiedliche Einkommensgruppen. Durch verschiedene Fördermodelle, darunter Basisförderung, Superförderung und spezielle SMART-Förderungen, werden langfristig günstige und sozial gestaffelte Mieten sichergestellt.
Die wirtschaftliche Planung setzt auf ein effizientes Tragwerk mit durchgehendem statischem System, optimierter Haustechnik und dem Verzicht auf Staffelgeschosse. Dadurch werden Baukosten reduziert, ohne Einbußen bei der Wohnqualität oder den Gemeinschaftsflächen.
Auch die Wohnnebenkosten werden gezielt niedrig gehalten. Ein nachhaltiges Mobilitätsangebot erleichtert ein Leben ohne eigenes Auto und senkt die Haushaltskosten. Zusätzlich reduziert ein energieeffizientes Heiz- und Kühlsystem die laufenden Energiekosten. Der Verzicht auf wohnungsweise Wärme- und Kältezähler vermeidet darüber hinaus zusätzliche Mess- und Abrechnungskosten.
Das Projekt bietet einen breiten Wohnungsmix für unterschiedliche Lebenssituationen und Altersgruppen. Insgesamt entstehen 52 Wohnungen, darunter SMART- und NORM-Wohnungen verschiedener Größen sowie zwei Wohngemeinschaften für Kinder und Jugendliche. Ergänzt wird das Angebot durch großzügige Gemeinschafts- und Freiflächen, die das Zusammenleben fördern.
Die Wohnungen überzeugen durch flexible Grundrisse, überwiegend zweiseitige Belichtung und Querlüftung sowie offene Wohnbereiche mit großzügigen Loggien und Balkonen. Leichtbauwände ermöglichen eine langfristige Anpassung der Grundrisse an veränderte Wohnbedürfnisse.
Besondere Wohnformen bilden Gartenmaisonetten im Mittelteil des Gebäudes sowie zwei Wohngemeinschaften mit je acht Plätzen für Kinder und Jugendliche, die in Kooperation mit sozialen Trägern betrieben werden sollen. Eine zusätzliche Starterwohnung ergänzt dieses Angebot.
Gemeinschaftsräume wie ein großzügiger Gemeinschaftsraum mit Terrasse und Garten sowie ein intensiv begrünter Dachgarten mit Sommerküche und Waschküche schaffen vielfältige Begegnungsorte und stärken das soziale Miteinander innerhalb der Hausgemeinschaft.
Das Projekt setzt auf eine offene, übersichtliche und gut orientierbare Gestaltung, um ein hohes Sicherheitsgefühl und eine starke Hausgemeinschaft zu fördern. Transparente Erdgeschosszonen mit großzügigem Entrée sowie gewerbliche und gemeinschaftliche Nutzungen sorgen für Belebung und soziale Kontrolle.
Ein klar strukturiertes Erschließungssystem mit zwei natürlich belichteten Stiegenhäusern, kurzen Wegen und überschaubaren Nachbarschaften erleichtert die Orientierung und vermeidet unübersichtliche Bereiche. Auch die Tiefgarage ist kompakt, gut einsehbar und ohne Angsträume organisiert.
Die Freiräume sind durch Bepflanzung und Gestaltung klar in öffentliche, halböffentliche und private Bereiche gegliedert. Begrünte Pufferzonen, übersichtliche Wegeführungen sowie einbruchshemmende Fenster- und Türsysteme im Erdgeschoss erhöhen das subjektive Sicherheitsgefühl der Bewohner:innen.
Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss und auf dem Dach fördern Begegnungen und stärken das soziale Miteinander. Dadurch wird das Sicherheitsgefühl zusätzlich unterstützt und eine langfristig stabile Hausgemeinschaft gefördert.
Das Projekt orientiert sich konsequent an den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und verfolgt das Ziel, den Ressourcenverbrauch zu minimieren, die Nutzungsdauer des Gebäudes zu verlängern und Materialien möglichst lange im Kreislauf zu halten.
Bereits in der Planung wird der Materialeinsatz reduziert, insbesondere durch ein optimiertes Tragwerk, eine ressourcenschonende Tiefgarage, den sparsamen Einsatz von Stahlbeton sowie den Einsatz CO₂-reduzierter und recyclingfähiger Baustoffe. Einfache, modulare Konstruktionen und standardisierte Bauteile erhöhen die Wirtschaftlichkeit und erleichtern spätere Anpassungen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wiederverwendung bestehender Materialien. Im Zuge des Rückbaus werden Bauteile wie Ziegel, Glasbausteine oder Stahlträger gezielt für eine Wiederverwendung geprüft. Darüber hinaus sind Kooperationen mit benachbarten Bauplätzen vorgesehen, um Materialien und Bodenressourcen möglichst effizient weiterzuverwerten.
Das Gebäude ist auf Langlebigkeit und Flexibilität ausgelegt. Flexible Grundrisse, großzügige Raumhöhen, nicht tragende Innenwände sowie bauliche Vorkehrungen für zukünftige Nutzungsänderungen oder eine spätere Aufstockung ermöglichen eine langfristige Anpassung an veränderte Anforderungen.
Auch das Lebensende des Gebäudes wird mitgedacht: Die verwendeten Materialien sind weitgehend sortenrein rückbaubar und recyclingfähig. Ein Materialkataster dokumentiert die verbauten Baustoffe und erleichtert deren spätere Wiederverwendung. Zudem werden Möglichkeiten zur Wiederverwertung des Aushubmaterials und weiterer lokaler Ressourcen geprüft, um den Materialkreislauf möglichst vollständig zu schließen.