Bauplatz A2 - RUNDUM

Zwischenstand August 2026

A2

Bauträger:

Heimat Österreich


Architektur:

schorn - architektur ZT


Landschaftsplanung:

PlanSinn


derzeit geplantes Wohnungsangebot:

56 geförderte Mietwohnungen


Schwerpunktthemen:

  • Vielfältige Wohnformen
  • Wohnsicherheit
  • Kreislaufwirtschaft


Baubeginn:

vorauss. Q4/2028

Leitidee

Ziel ist die Schaffung von leistbarem Qualitätswohnraum, der sowohl durch eine hohe architektonische Qualität als auch durch den Einsatz von ökologischen und nachhaltigen Bauweisen überzeugt und langfristig wirtschaftlich nutzbar bleibt. Die Kreislaufwirtschaft ist dabei durchgängiges Entwurfsprinzip: Vom wiederverwendeten Aushubmaterial über den flexiblen Skelettbau aus RC-Beton bis zur rückbaubaren Holzriegelbauweise der Reihenhäuser wird der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes mitgedacht – heute weniger verbrauchen, länger nutzen können, zukünftiges Wiederverwenden ermöglichen. Der Bauplatz wird sensibel in das bestehende Umfeld integriert, wobei die Stärkung des Quartiers im Fokus steht. Durch die gezielte Aufwertung von Erdgeschosszonen und Freiräumen entstehen zusätzliche Qualitäten, die sowohl den Bewohner*innen als auch dem umliegenden Stadtgebiet zugutekommen. Ein breites Spektrum an Wohnformen sorgt für ein differenziertes Angebot, das von kompakten Kleinapartments bis hin zu Reihenhäusern reicht und damit unterschiedliche Lebensmodelle und Bedürfnisse gleichermaßen berücksichtigt.

Präsentationstafeln zum Download

Nachfolgend finden Sie alle Tafeln des Projekts zum Download.


Tafel 1

Tafel 2

Architektur

Das Projekt fügt sich in das übergeordnete städtebauliche Konzept ein und setzt durch gestaffelte Baukörper, reduzierte Volumina und Gemeinschaftsräume an prägnanten Eckbereichen gezielte Akzente. Ein klar erkennbarer Eingang entlang der Adressader sorgt für eine eindeutige Adresse und intuitive Erschließung.

Die gegliederte Sockelzone bündelt helle Eingangs-, Begegnungs- und Gemeinschaftsbereiche. Ein Gemeinschaftsraum am Point of Interest bildet dabei die Schnittstelle zwischen öffentlichem und halböffentlichem Raum. Großzügige Raumhöhen und ein stützenbasiertes Tragwerk ermöglichen flexible Nutzungen und langfristige Anpassungen. Eine großzügige Dachterrasse erweitert das Angebot an gemeinschaftlich nutzbaren Freiräumen.

Der Wohnungsmix umfasst 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen sowie 4- und 5-Zimmer-Reihenhäuser und bietet damit Wohnformen für unterschiedliche Haushaltsgrößen. Gut möblierbare Grundrisse, Stauraum, private Freiräume, Kellerabteile und eine Raumhöhe von rund 2,60 m sichern hohen Wohnkomfort und langfristige Anpassbarkeit.

Soziale Nachhaltigkeit

Das Projekt fördert Begegnung, Gemeinschaft und soziale Durchmischung durch Gemeinschaftsräume, Waschküche, Hochbeete, Dachterrasse und flexibel nutzbare Bereiche für Kochen, Arbeiten, Spielen, Werkstätten und Fitness. Kommunikative Erschließungszonen und gut einsehbare, helle Bereiche stärken Nachbarschaft und Sicherheit; klare Wegeführungen und die Trennung öffentlicher und privater Bereiche vermeiden Angsträume.

Der Aufbau der Hausgemeinschaft wird durch Gartenaktionen, Urban Gardening, Workshops und Feste unterstützt und bis zu 1,5 Jahre nach Bezug extern begleitet. Kooperationen mit Quartiersmanagement, Gebietsbetreuung sowie Jugend- und Senior:inneneinrichtungen fördern die Vernetzung.

Bereits vor dem Einzug werden Bewohner*innen über Fragebögen eingebunden. Mehrsprachige Informationen, digitales Schwarzes Brett und weitere Kommunikationsangebote erleichtern die Orientierung und den Austausch. Auch zu Mobilität und Energie werden verständliche Informationen angeboten.

Der Wohnungsmix aus 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen sowie 4- und 5-Zimmer-Reihenhäusern ermöglicht das Zusammenleben unterschiedlicher Lebensmodelle – von Singles und Alleinerziehenden bis zu Familien und Senior:innen. Flexible Grundrisse können an veränderte Lebenssituationen angepasst werden.

Ökologie

Das Projekt schafft mit einem durchgehenden biodiversen Band, einer „wilden Wiese“ und vielfältig bepflanzten Freiräumen hochwertige, klimaangepasste Grünräume. Naturnahe Spielbereiche, Dach- und Gartenflächen fördern Biodiversität und Begegnung. Fassadenbegrünung, Verschattung, geringe Versiegelung und Regenwasserversickerung verbessern das Mikroklima und reduzieren Hitzeinseln.

Beim Bauen stehen Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt. Lokale Aushub- und Bodenmaterialien werden möglichst vor Ort wiederverwendet. Der Geschosswohnbau setzt auf RC-Beton, schlanke Tragstrukturen und vorgespannte Hohldielen, wodurch Primärrohstoffe und Beton eingespart werden. Die Reihenhäuser werden in vorgefertigter Holzriegelbauweise errichtet. Vorfertigung reduziert Bauzeit, Abfälle und Emissionen.

Der Skelettbau mit nichttragenden, lösbar verbundenen Innenwänden ermöglicht langfristige Anpassungen und Umnutzungen. Schraub- und Klemmverbindungen statt Verklebungen erleichtern Demontage, sortenreine Trennung und Wiederverwendung der Bauteile und unterstützen geschlossene Materialkreisläufe.

Die Energieversorgung erfolgt über eine Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Grundwassernutzung, Abluftwärmepumpe, Fußbodenheizung und optional Free Cooling. Eine Photovoltaikanlage versorgt Energiezentrale und Allgemeinbereiche und unterstützt die Warmwasserbereitung. Schadstofffreie Baustoffe sowie eine möglichst belastungsarme Baustellenabwicklung ergänzen das ökologische Konzept. Auf Quartiersebene werden Grundwassernutzung, Bodenaufbereitung, Lagerflächen und weitere Synergien bauplatzübergreifend koordiniert.

Ökonomie

Das Projekt umfasst 56 geförderte Wohnungen (28 SMART, 18 NORM, 10 NORM mit reduziertem Finanzierungsbeitrag) und bietet damit unterschiedliche Wohnungsgrößen und leistbare Wohnmodelle. Zum Einsatz kommen Basisförderung, unverzinstes Darlehen, Superförderung und § 6a-Förderung. Niedrige Wohnnebenkosten werden durch attraktive Mobilitätsangebote sowie ein Energiesystem mit Grundwasser-Wärmepumpe, Abwärmenutzung und Photovoltaik erreicht.

Die Bauweise setzt auf einen ressourcen- und kosteneffizienten Stahlbeton-Skelettbau mit RC-Beton und vorgefertigten Hohldielen, wodurch Material, Bauzeit und Kosten reduziert werden. Eine kompakte Tiefgarage, reduzierte Schichtaufbauten und ein hoher Vorfertigungsgrad steigern zusätzlich die Wirtschaftlichkeit. Die nichttragenden Innenwände ermöglichen langfristig flexible Grundrissänderungen und Umnutzungen und vermeiden dadurch vorzeitigen Abbruch.

Schwerpunkt: Vielfältige Wohnformen

Der Wohnungsmix umfasst 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen sowie 4- und 5-Zimmer-Reihenhäuser und bietet passende Wohnformen für unterschiedliche Lebensphasen und Haushaltsgrößen. Die über die Anlage verteilten SMART-Wohnungen sichern leistbares Wohnen und fördern die soziale Durchmischung von Singles, Alleinerziehenden, Familien und Senior:innen.

Ein erweitertes Barrierefreiheitskonzept berücksichtigt neben Rollstuhlnutzer:innen auch Menschen mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen durch taktile Leitsysteme, Kontraste und akustische Orientierungshilfen. Gemeinschaftsbereiche im Erdgeschoss bieten Raum für Kochen, Arbeiten, Spielen, Werkstätten und Fitness.

Zusätzlich werden in Kooperation mit der Wohnplattform des FSW zwei SMART-Wohnungen für Menschen mit akutem Wohnbedarf bereitgestellt, wobei insbesondere Alleinerziehende prioritär berücksichtigt werden sollen.

Schwerpunkt: Wohnsicherheit

Ein klar strukturiertes und übersichtliches Wohnumfeld schafft Orientierung, Sichtbarkeit und soziale Kontrolle. Gut erkennbare Zugänge entlang der Adressadern, offene Eingangsbereiche und logisch geführte Wege vermeiden Angsträume und erleichtern die Erschließung.

Infoscreens, Postkästen sowie differenzierte Farben und Materialien dienen als Orientierungshilfen und stärken die Identifikation mit dem Wohnbereich. Gemeinschaftlich genutzte Bereiche fördern durch alltägliche Präsenz die soziale Kontrolle und das Sicherheitsgefühl.

Helle, natürlich belichtete Erschließungsbereiche, gut einsehbare Fahrradabstellplätze sowie eine übersichtliche und gut beleuchtete Tiefgarage erhöhen zusätzlich Sicherheit und Komfort. Auch die Außenbereiche verfügen über eine klare Wegeführung und sichere Verbindungen zu den Freiflächen und Reihenhäusern.

Schwerpunkt: Kreislaufwirtschaft

Das Projekt setzt konsequent auf Ressourcenschonung, lange Nutzungsdauer und Wiederverwendung. Aushub- und Bodenmaterialien werden möglichst vor Ort wiederverwendet, die Tiefgarage kompakt geplant und der Materialeinsatz insgesamt minimiert. Der Geschosswohnbau nutzt RC-Beton und materialeffiziente Hohldielendecken, während die Reihenhäuser in vorgefertigter Holzriegelbauweise errichtet werden.

Durch den Skelettbau mit nichttragenden, lösbar verbundenen Innenwänden bleiben Grundrisse und Nutzungen langfristig flexibel. Großzügige Raumhöhen, zugängliche Installationen sowie robuste und langlebige Materialien ermöglichen Anpassungen, Wartung und Nachrüstung. Mechanische Verbindungen statt Verklebungen erleichtern den späteren Rückbau, die sortenreine Trennung und Wiederverwendung von Bauteilen. Auch Recyclingbeton und Hohldielen können in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.

Als klimafitter Stadtteil setzt das Projekt auf außenliegenden Sonnenschutz, natürliche Querlüftung, Fassadenbegrünung, verschattete Freiräume, Regenwasserversickerung und einen reduzierten Versiegelungsgrad. Dadurch werden Überhitzung vermieden, das Mikroklima verbessert und die Aufenthaltsqualität erhöht.

Die Wärme- und Energieversorgung basiert auf einer Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Grundwassernutzung, Abluftwärmepumpe und Pufferspeicher. Heizen, Kühlen und optional Free Cooling sind möglich; Bauteilaktivierung und Fußbodenheizung sorgen für effiziente Wärmeabgabe. Eine Photovoltaikanlage versorgt Energiezentrale und Allgemeinbereiche, überschüssiger Strom wird für die Warmwasserbereitung genutzt. Die Grundwassernutzung wird bauplatzübergreifend koordiniert und die Haustechnik simulationsgestützt auf hohe Energieeffizienz optimiert.