Zwischenstand August 2026

Bauträger:
Sozialbau AG
Architektur:
Treberspurg und Partner
Landschaftsplanung:
SILA
derzeit geplantes Wohnungsangebot:
108 geförderte Mietwohnungen
Lokale:
11 Geschäftslokale
Schwerpunktthemen:
Baubeginn:
vorauss. Q1/2028
Eine harmonische Gruppe von vier verbundenen Baukörpern mit vielfältigen Qualitäten in klimaresilienter Bauweise und unter adäquatem Ressourceneinsatz, in dem die Konstruktion dem Städtebau folgt.

Das „Quartett“ besteht aus vier verbundenen Baukörpern, die Städtebau, Architektur, Konstruktion und Energie zu einem klimaresilienten und ressourceneffizienten Gesamtkonzept verbinden. Staffelungen und Hochpunkte schaffen eine lebendige Silhouette, klare Adressen und gute Orientierung. Einschnitte zwischen den Baukörpern fördern Durchwegung, Blickbeziehungen, Belüftung und hochwertige Freiräume.
Die durchgesteckten bzw. über Eck geführten Wohnungen sind zweiseitig belichtet und natürlich belüftet. Unterschiedliche Wohnungsgrößen sowie die Kombination von Wohnen und Arbeiten ermöglichen ein vielfältiges Wohnangebot.
Die Konstruktion folgt dem Städtebau: Modulbau in den niedrigeren Bereichen ermöglicht wirtschaftliche und schnelle Bauweise, während flexible Hybridkonstruktionen in den Hochpunkten zum Einsatz kommen. Nur zwei Stiegenhäuser erschließen alle vier Baukörper effizient.
Klimaresilienz wird durch Querlüftung, außenliegende Verschattung, optimierte Fassaden und die akustische Abschirmung zur Erzherzog-Karl-Straße unterstützt. Photovoltaik-Gründächer, Tiefensonden, gegebenenfalls Grundwasserbrunnen und Wärmepumpen sorgen für erneuerbare Energie und Ressourceneffizienz. Der nicht unterbaute, intensiv begrünte Innenhof verbessert Regenwasserrückhaltung und Mikroklima.
Der grüne Innenhof bildet den zentralen Begegnungs- und Freiraum. Begrünte Dachflächen mit Spiel- und Biodiversitätsbereichen sowie bepflanzte Fugen zwischen den Baukörpern ergänzen das Freiraumkonzept und unterstützen Kühlung, Durchlüftung und Biodiversität.
Das Quartett bietet unterschiedliche Wohnungsgrößen und die Möglichkeit, Wohnen und Arbeiten zu kombinieren, und reagiert damit auf vielfältige Lebensmodelle. Gemeinschaftsräume und Freiraumangebote im Erdgeschoß, online buchbare Gemeinschaftsräume sowie flexibel nutzbare Gewerbeeinheiten unterstützen einen alltagstauglichen und lebendigen Wohnstandort.
Der begrünte Garten-Hof, zentral gelegene Gemeinschaftsräume, ein Kleinkinderspielplatz, ein gemeinsamer Kinder- und Jugendspielplatz auf den Bauplätzen P und R sowie die durchgrünte Dachlandschaft schaffen vielfältige Begegnungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten. Ein Point of Interest beim Mobility-Point ergänzt das Angebot.
Ein Besiedelungsmanagement begleitet die Kennenlern-, Bezugs- und Einwohnphase. Willkommensfest, Sommerfeste und Informationsabende fördern langfristig die Gemeinschaftsbildung.
Das Energiekonzept ist in das nachhaltige Quartierskonzept integriert und ermöglicht einen ressourcenschonenden Betrieb. Beheizung und Stützkühlung erfolgen über Bauteilaktivierung, ergänzt durch das quartiersübergreifende Energiekonzept. Großzügige Photovoltaikflächen sichern einen hohen Eigenversorgungsgrad und ermöglichen das Mieterstrommodell.
Der grüne Innenhof schafft als großzügiger Freiraum Begegnungs- und Aufenthaltsqualität und verbessert mit schattenspendenden Bäumen das Mikroklima. Die Gebäudeanordnung sowie die Einschnitte fördern natürliche Durchlüftung und Verschattung und reduzieren Hitzestaus.
Die Ressourceneffizienz wird durch einen an die Gebäudehöhe angepassten Materialeinsatz – Modulbau in den niedrigeren und Skelettbauweise in den höheren Bereichen – unterstützt. Direkte Lastabtragung, mögliche Leichtbau-Außenwände und CO₂-reduzierter Beton reduzieren zusätzlich den Ressourcenverbrauch.
Das Planungskonzept setzt auf kompakte, typologisch effiziente Strukturen und Materialreduktion, um Ressourcen zu schonen und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.
Das Projekt wird zur Gänze im Rahmen der Wohnbauförderung umgesetzt, mit einem SMART-Wohnungsanteil von 50 %. SMART-Wohnungen werden in allen Wohnungstypen angeboten und unterstützen damit insbesondere mehrköpfige Familien. Zusätzlich sind rund 1.250 m² Nutzfläche für Nicht-Wohnnutzungen wie Gewerbe und Heim vorgesehen.
Entsprechend der städtebaulichen Konfiguration beherbergen alle vier Baukörper unterschiedliche Wohnungstypologien, die mit dem Erscheinungsbild der jeweiligen Baukörper korrespondieren und vielfältige Wohnsituationen und -formen ermöglichen.
Im südlich gelegenen Baukörper, der durch die grünen Fugen begrenzt wird, sind durchgesteckte mit Laubengang erschlossene Wohnungen positioniert. Der vom Baukörper abgesetzte Laubengang bietet zusätzliche Aneignungsfläche und stellt die Privatheit sicher. Der Wohnraum verbindet den ruhigen begrünten Innenhof mit den im Süden gelegenen privaten Freiräumen.
Der nördlich gelegene Riegel reagiert auf die exponierte Lage zur Erzherzog-Karl-Straße und beherbergt in drei Geschoßen durchgesteckte Maisonettwohnungen deren private Freiflächen zu dem ruhigen Innenhof Richtung Süden positioniert sind. Der einzige Gang in diesem Bauteil im zweiten Obergeschoß erschließt sämtliche Maisonetten und schafft so eine belebte Nachbarschaft.
Die zwei hohen, punktartigen Baukörper in flexibler Skelettbauweise beinhalten über Eck orientierte Wohneinheiten und kompakte B Wohnungen. Hier wird besonderer Wert auf Adaptierungsfähigkeit der Grundrisse entsprechend der Bedürfnisse von Alleinerziehenden reagiert.
Grundsätzlich sind die potentiellen Wohnungen für Alleinerziehende aber über alle Bauteile verteilt und schaffen so ein breites Wohnungsangebot.
Die betreute Wohngemeinschaft im Erdgeschoß bietet ein zusätzliches Angebot für diese Zielgruppe.
Wohnhauses. Die gute Überschaubarkeit aller Bereiche trägt dazu bei, dass sich Bewohnerinnen und Bewohner orientieren können und Gefahren schneller erkannt werden. Besonders wichtig ist dabei die eindeutige Organisation der Erschließungswege und Stiegenhäuser. Durch großzügige Verglasungen und natürliche Belichtung der Stiegenhäuser wird zusätzlich für Sicherheit gesorgt.
Darüber hinaus fördert die Belebtheit im Gebäude das Sicherheitsgefühl. Gemeinschaftsräume im Erdgeschoß schaffen Orte der Begegnung und stärken das soziale Miteinander, wodurch eine informelle soziale Kontrolle entsteht. Ebenso trägt eine klare Zonierung in öffentliche und private Bereiche dazu bei, dass Zuständigkeiten und Nutzungen eindeutig sind und unerwünschte Zugänge reduziert werden.
Nicht zuletzt spielt die räumliche Überschaubarkeit der gemeinschaftlich genutzten Bereiche eine wichtige Rolle. Offen gestaltete und gut einsehbare Räume vermitteln Transparenz und erhöhen das subjektive wie auch das tatsächliche Sicherheitsgefühl der Bewohnerinnen und Bewohner.
Nachhaltigkeit und Klimaresilienz sind intrinsische Bestandteile des Entwurfs: „Quartett“ ist als klimaresilientes Ensemble konzipiert, das durch seine städtebauliche Konfiguration, nutzungsadäquate Konstruktion- und Materialwahl sowie durch sichtbare energietechnische Maßnahmen Nachhaltigkeit als Leitprinzip des architektonischen Entwurfs konsequent umsetzt.
Ressourceneffizienz ist kein nachträglicher Optimierungsansatz, sondern ein gestalterisches Grundprinzip, das die konstruktive Logik des gesamten Projekts prägt.
Die Materialwahl folgt einer klaren hierarchischen Logik: Modulbauweise kommt in den niedrigeren Bereichen der Gebäude zum Einsatz, wo Leichtbauweisen eine positive CO2- Bilanz zulassen.
Die höheren Gebäudeteile, wo erhöhte Anforderungen an Tragfähigkeit, Schallschutz und Brandschutz bestehen, werden in Stahlbeton-Skelettbauweise ausgeführt. Diese nutzungs- und bauhöhengerechte Materialzuweisung ermöglich die Entfaltung des größten strukturellen und ökologischen Mehrwerts.
Skelettbauweise als kreislaufwirtschaftliches Prinzip
Die hohen Gebäudeteile sind in einer materialsparenden Skelettbauweise konzipiert: geringe Spannweiten, schlanke Deckenquerschnitte und mögliche vorgehängte Außenwände in Leichtbauweise minimieren den Materialeinsatz, ohne Abstriche bei Struktur oder Nutzungsqualität.
Die klare Trennung von Tragstruktur und Hülle ermöglicht eine selektive Demontage, Wiederverwendung oder Substitution einzelner Bauteile am Ende ihres Lebenszyklus.
Trocken gefügte Verbindungen und standardisierte Bauteilmaße erleichtern die spätere Sanierung bzw. den Rückbau und erhöhen den Anteil wiederverwertbarer Materialien erheblich.
Die Speichermasse der Stahlbetonkonstruktion kürzt Lastspitzen im Heiz- und Kühlbetrieb und entlastet sowohl die Gebäudetechnik als auch das übergeordnete Versorgungsnetz.