BS Gudrunstraße II

10., Gudrunstraße II


Beschluss:

17. November 2020


Auftragnehmer:

Trimmel & Wall Architekten ZT GmbH



Ein Grätzl in Favoriten wird zukunftsfit

Das Blocksanierungsgebiet „Gudrunstraße II“ liegt im 10. Wiener Gemeindebezirk nahe der Südbahntrasse zwischen Hauptbahnhof und Matzleinsdorferplatz. Öffentlich angebunden ist das Gebiet somit durch die Bahn bzw. S-Bahn. Direkt kreuzen die Straßenbahnlinie 6 und die Buslinie 14 A das Gebiet. Die nächsten U-Bahnstationen sind U1 Hauptbahnhof, Keplerplatz und Reumannplatz. In Bau befindet sich derzeit die neue U2 Station am Matzleinsdorferplatz. Radwege durchqueren das Gebiet nicht. Allerdings gibt es im Norden in der Landgutgasse eine Verbindung zum Radwegenetz.


Das Gebiet ist ein besonders dicht bebautes Wohngebiet, das hauptsächlich durch viergeschoßige Blockrandbebauung aus der Gründerzeit geprägt wird. Es sind auch einige unterklassig bebaute Liegenschaften zu finden. Sowohl der öffentliche Straßenraum, als auch die privaten Innenhöfe sind großteils versiegelt und kaum begrünt. Das Gebiet wird von drei breiten Straßen durchzogen: Der Landgutgasse im Norden, die Gudrunstraße in der Mitte und die Quellenstraße im Süden. Geschäfte sind vorwiegend in der Gudrun- und Quellenstraße zu finden. Das Gebiet wird über diese Straßen auch durch den öffentlichen Verkehr erschlossen. Die kreuzende Neilreichgasse ist ebenfalls eine stärker befahrene Straße. Das untergeordnete Straßennetz wurde durch 30er-Zonen verkehrsberuhigt. Neben der Schule in der Erlachgasse 119 bis Erlachgasse 124 befindet sich eine begrünte Fußgängerzone. Die Baublöcke weisen unterschiedliche Größen und Geometrien auf. Dieser Umstand hat einen großen Einfluss auf die hauptsächlich mit “G” gewidmeten Innenhöfe.


Neue Impulse durch die Blocksanierung Gudrunstraße II

Ein Begrünungskonzept für den öffentlichen Raum sieht vor, mit folgenden Maßnahmen den Straßenraum aufzuwerten: Baumgruppen an Kreuzungen, Fassadenbegrünungen, zwei Baumreihen in der Neilreichgasse und Mittelstreifen-Hochbeete in der Gudrunstraße.

Vorgeschlagen wird mittels Vierstufenplan, gereiht nach Priorität, eine „Schritt für Schritt Umsetzung der Begrünung“. Innovativ sind vor allem die „Mittelstreifen Hochbeete“ entlang der Gudrunstraße, wo der zurzeit ungenutzte Mittelstreifen durch das Aufstellen von Pflanztrögen mit Rankgerüst zur Begrünung beitragen soll.

Fassadenbegrünungen


Besondere Überlegungen im Gebiet

Zum Thema innovative Energiegewinnung läuft das FFG Förderprojekt QUEEN GUDRUN II, bei dem ein Konzept für eine Vorzeige- Quartierserneuerung hinsichtlich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit erarbeitet wird.


Die Studie beinhaltet weiters folgende Ziele:

•   Optimierung der Bebauungsdichte unter Berücksichtigung von Belichtungs- und Belüftungsverhältnissen: Entwicklung von Nachverdichtungs- („Weiterbauen“) bzw. Entkernungsszenarien für Projekte zur Schaffung von zusätzlichem, qualitativ hochwertigem Wohnraum

•   Verringerung des Substandardanteils durch Forcierung der geförderten Wohnhaussanierung in Kombination mit städtebaulichen Strukturverbesserungen sowie Überlegungen zu einer funktionierenden Nutzungsmischung unter Berücksichtigung etwaiger bestehender oder möglicher gewerblicher Nutzungen.

•   Thermisch-energetische Sanierungspotentiale


Sonstige Verbesserungsvorschläge

•   Bei einer Nachtbegehung wurde festgestellt, dass die Fußgängerzone in der Erlachgasse 119 bis Erlachgasse 124 sehr schlecht ausgeleuchtet ist. Es wird empfohlen bodennahe Leuchten zu verwenden.

•   Im Erlachpark wurde ein Bedarf an öffentlichen Toiletten festgestellt.


Dieses Gebiet ist Teil von wieneu+ Innerfavoriten. Nähere Informationen